Klimaerwärmung – Walrosse erdrücken ihre Jungen
Die Klimaveränderung erzeugt Folgen, die man so nicht erwartet hätte. Jetzt hat der U.S. Fish and Wildlife Service berichtet, dass in Alaska 131 Walrosse, meist Kälber oder Jährlinge, erdrückt wurden. Getötet von riesigen und fetten erwachsenen Artgenossen.
Wie es dazu kam?
Die meiste Zeit verbringen diese Robben auf Eisschollen. Aber nun, da das Eis schmilzt, haben sie oft keinen anderen Ruheort als das Land und versammeln sich dort in ungewöhnlich großen, bis 3500 Tiere starken Gruppen. Eine tödliche Gefahr für die Jungen und ein Beweis, dass das nächste Eis unerreichbar weit weg ist. Denn sonst würden die Walrosse Eisschollen dem Land vorziehen.
Eine weitere Gefahr geht von dem Leben auf Land aus. Üblicherweise tauchen die Tiere zum Fressen von den Schollen aus auf den Meeresgrund. Nun, von der Küste aus, müssen sie erst weit zu ihren Nahrungsgründen hinausschwimmen – ein zusätzlicher Stress, der die Tiere bedroht.
Walter Karpf


