Island – Steuerstreit schützt Finnwale

Die Wirtschaftskrise war in Island der Auslöser für die Streichung einer Steuererleichterung der besonderen Art. Bisher waren die Walfänger dafür entschädigt worden, dass sie lange Zeit fernab ihres Hauses gearbeitet haben. Nachdem diese Vergünstigung gestrichen wurde, „wird es in diesem Sommer keine Jagd geben“. Das sagte Kristjan Loftssson, der Besitzer der größten Walfangfirma des Landes Hvalur.

Im vergangenen Jahr wurde das Geschäft mit Japan wegen des Tsunamis für zu unwirtschaftlich gehalten – deshalb blieben die eigentlich geschützten Finnwale auch 2011 unbehelligt. Doch 2010 wurden 148 der 20 Meter langen Meeressäuger getötet. 

Obwohl seit der Saison 1986/87 im Rahmen der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) ein Moratorium in Kraft ist, hält sich Island im Prinzip nicht an das Fangverbot zu kommerziellen Zwecken und hat bisher den Fang von Finn- und Zwergwalen toleriert.

Hans-Jürgen Schütte