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Das Buch der Robben

Wer alles über Robben, ihre Lebensbedingungen und Lebensräume (von der Nordsee bis zur Antarktis) erfahren will, muss Petra Deimers Robbenbuch besitzen.  

Spannend und kenntnisreich berichtet sie über die Meeressäugetiere, über Robbenpopulationen, den Fang, das Washingtoner Artenabkommen, den Antarktisvertrag. Eines der aufregendsten und – entsetzlicherweise – aktuellsten Sachbücher.“ Die Zeit  

Das “Buch der Robben” ist in unserem Shop erhältlich.  


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Das Buch der Wale

Moby Dick darf nicht sterben.
Ein Meer ohne Wale ist kein Meer.
Eine Welt ohne Wale ist keine Welt.
Darum: Rettet die Wale!  

Nur wenige Lebewesen haben die Phantasie der Menschen so beflügelt wie der Wal. Die Wunderwesen der Meere sind intelligent und kooperativ, sanft und hilfsbereit. Wale sind keine Fische, sondern Meeressäugetiere, deren Urahnen vor rund 60 Millionen Jahren den Sprung ins kalte Wasser machten: Tiere, über die wir noch viel zu wenig wissen. Tiere, die um ihr Überleben kämpfen.  

Der Mensch muß endlich damit anfangen, sie zu achten, anstatt sie systematisch zu vernichten. In nur wenigen Jahrzehnten hat er diese Tiere an den Rand der Ausrottung gebracht.  

Dieses mit zahlreichen Schwarzweiß- und Farbfotos illustrierte Sachbuch über Entwicklung, Lebensweise und Artenvielfalt der Wale zeigt die phantastische Welt dieser bedrohten Meeressäuger.  

Das “Buch der Wale” ist in unserem Shop erhältlich.  


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WARNSIGNALE AUS DEN POLARREGIONEN

Aus der Buchreihe Warnsignale  

José L. Lozán / Hartmut Graßl / Hans-W. Hubberten / Peter Hupfer / Ludwig Karbe / Dieter Piepenburg  

Wissenschaftliche Fakten (2006) 352 S. mit 218 Abbildungen, 21 Tabellen und 7 Tafeln. Broschiert. EUR 35,-  

Die Polarregionen mit ihren großen Eisschilden über Grönland und dem
antarktischen Kontinent beherbergen mehr als 99% des Eisvolumen und rund 90% des Süßwasservorrates der Erde. Trotz der abgelegenen Lage üben sie einen erheblichen Einfluss auf das Weltklima aus. Dies hängt besonders mit den bedeutenden Kopplungsprozessen zwischen dem Eis (Eisschilde, Meereis und Permafrost) und der atmosphärischen sowie ozeanischen Zirkulation zusammen.  

Das gesamte Abschmelzen der Eisschilde würde z.B. einen globalen
Anstieg des Meeresspiegel um etwa 70 m bewirken. Das bedeutet, dass nur geringe Schwankungen im polaren Eisvolumen zu merklichen Veränderungen des Meeresspiegels führen. Die Prognosen der 1980er und 1990er Jahre für das Klima des 21.Jhs. haben sich bisher bestätigt; sie waren noch sehr vorsichtig. Die heutigen Ergebnisse zeigen, dass sich das Klima eher schneller ändert als erwartet.  

Die beobachtete mittlere Erderwärmung während des 20. Jhs. von 0,6° C wird sich in diesem Jahrhundert nach Berechnungen von 2005 des Max-Planck-Instituts für Meteorologie um ein Mehrfaches beschleunigen – wenn die Anreicherung der Atmosphäre mit Treibhausgasen (besonders CO2) anhält. Besorgniserregend ist, dass heute emittiertes CO2 im Durchschnitt 100 Jahr lang in der Atmosphäre bleibt.  

Die Folgen sind vielfältig. Der Meeresspiegel wird schneller als heute ansteigen. Die kleinen Inseln und tief liegenden Küstenregionen vor allem in Entwicklungsländern, die am wenigsten zur Erderwärmung beitragen, werden am härtesten betroffen sein. Wir müssen ferner mit einer starken Abnahme der Gletscher, dem Rückgang des Meereises und dem Auftauen von Permafrostgebieten rechnen. Dies wird aufgrund der
unterschiedlichen Strahlungsbilanz viel intensiver in der nördlichen
Polarregion geschehen. Damit sind auch wir in Europa stark betroffen.  

Zahlreiche Tiere, die auf, im und unter der polaren Meereisdecke leben,
verlieren ihre Lebensräume. Viele dieser Tiere, z.B. die Eisbären, können
nirgendwo hin ausweichen. Einige davon stehen bereits heute kurz vor dem Aussterben. Wir befinden uns bereits jetzt in einem Klimawandel, der bei fehlendem Klimaschutz zu Temperaturen führen kann, welche die Erde seit mindestens einer Million Jahre nicht mehr erlebt hat. Zahlreiche Studien zeigen, dass Menschen das Klima der Erde maßgeblich beeinflussen, auch wennviele das nicht wahrhaben wollen.  

Das Kapitel “Warnsignale Walfang” schrieb Petra Deimer  


  

newsimageFaszination Meeresforschung – ein ökologisches Lesebuch

Erschienen im Bremer Hausschild-Verlag.  

Faszination Meeresforschung
Es passiert nicht sehr oft, dass man auf dem Buchmarkt ein Highlight entdeckt. “Faszination Meeresforschung”, herausgegeben von Gotthilf Hempel, Irmtraut Hempel und Sigrid Schiel (Hauschild Verlag, €39,50) ist so ein Buch. Erstaunlicherweise ist es den 80 Autoren, alle spezialisierte Wissenschaftler, gelungen, ihre Beiträge allgemeinverständlich zu schreiben. Sodass interessierte Laien versucht und gefährdet sind, sich in dem Werk festzulesen.  

Auf 462 Seiten ist fast alles dargestellt und erklärt, was man derzeit wissen muss, um aktuelle marine Probleme zu verstehen. Ob die Physik des Meeres oder die biologischen Abläufe im Wasser. Für uns dabei besonders wichtig sind die Kapitel über die Ostsee. Es wird beschrieben, was alles in den Ozeanen lebt – vom Bakterioplankton bis hin zu den riesigen Walen Besonders großen Raum nimmt der Abschnitt “Meer und Mensch” ein. Wie der Kabeljau im Nordatlantik überfischt wurde und wie seine Situation in der Ostsee ist. Aber auch, wie sich Kiesgruben und Windräder in Nord- und Ostsee auswirken. Leider nur kurz umrissen wurde die Wechselwirkung zwischen Ozeanen und Klima beziehungsweise Wetter. Es ließ sich bei der Planung des Buches nicht absehen, dass das Jahr 2007 vermutlich wieder ein El-Nino-Jahr sein wird.  

“Ein ökologisches Lesebuch” nennt sich das Werk im Untertitel. Es wird seinen Weg in die Handapparate von Forschern und Publizisten machen, weil es den Stand der aktuellen Forschung wiedergibt. Die Autoren kommen zu einem erheblichen Teil vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Aber auch von den meisten bedeutenden Instituten etwa aus Bremen, Hamburg und Kiel. Die Kapitel über die Wale, das über Grau- und Glattwale heute und das über die Probleme des Beifangs hat die GSM-Vorsitzende Petra Deimer geschrieben.  

Walter Karpf  

Angaben zum Buch
Gotthilf Hempel, Irmtraut Hempel, Sigrid Schiel (Herausgeber): Faszination Meeresforschung – Ein ökologisches Lesebuch, 2006, 464 Seiten, Format 21 x 24 cm, Hardcover farbig, 383 Abbildungen, davon 332 farbig; Verlag H. M. Hausschild GmbH, Bremen; € 39,50. ISBN 3-89757-310-5.  


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Bruder des Wals

unterwegs in einer unbekannten Welt  

ist ein spannender Meeres-Roman von Jürgen Schmidt-Raven
über Wale/Walfang /Walschutz.  

Der Leser begleitet Jörg, den jungen Meeresbiologen, der auf einer japanischen Walfangexpedition in den Nordwest-Pazifik mitfährt und prompt zwischen die Fronten von Walfängern , Naturschützern und seiner eigenen Abenteuerlust gerät. „Nein, nicht der Wal, der Mensch ist das Problem,” überlegte Jörg, „wenn in den Ozeanen die Fischbestände schrumpfen, Arten verschwinden oder sogar vom Aussterben bedroht sind.”
Während der Fahrt bis hoch vor die Inselkette der Aleuten lernt er viel über das Leben, die Biologie und das Verhalten der Wale. Er erlebt aber auch die Jagd, den Fang und das Töten dieser wunderbaren Tiere. Aufregende Erlebnisse, die schließlich dazu führen, dass er sich zwischen der Loyalität gegenüber seinem Auftraggeber und der Stimme seines Gewissens zu entscheiden hat. Es kommt zu einem
dramatischen Finale. Ob es Jörg gelingen wird, die größten Lebewesen, die je auf Erden zu Hause waren, vor der Gier des Menschen zu schützen?  

Erstausgabe im Juni 2006 bei BoD 276 Seiten, Euro 16,90, ISBN 3-8334-5034-7  

www.bruder-des-wals.de  

Jürgen Schmidt-Raven, Jahrgang 1934, wuchs während des Krieges bei den Großeltern in Dänemark auf, tauchte, fing Aale und schwamm mit Delfinen. Später, nach dem Gymnasium und einer Ausbildung als Werbe- und Verlagskaufmann, entdeckte er seiner Liebe zum Schreiben, arbeitete zunächst als Konzeptioner und Texter in großen Werbeagenturen, bevor er sich 1972 selbständig machte. Zuerst als Texter und Autor, später auch als Grafiker und Maler. Seine ersten Bücher waren Krimis: „Schweigen, zahlen und leben” (1973 bei Goldmann), dann „Mord in der Kasbah (2006 bei BoD). Insbesondere seine Zuneigung zu Tieren prägte sein kreatives Schaffen: 1998 entstand, in Zusammenarbeit mit seiner Frau Jutta, der Text- und Fotobild „Auf die Katz’ gekommen” – ein sehr privates Buch über das Leben mit den eigenen Katzen. 2000 folgte die Grafik-Edition „Tiere des Nordens” – eine 25-teilige Serie u.a. mit Bildern von Luchs, Wolf und Seeadler. Schließlich (2006) der große Meeresroman „Bruder des Wals”.  


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Die Erde schlägt zurück

Eva Goris / Claus-Peter Hutter  

Wie der Klimawandel unser Leben verändert  

265 Seiten, Klappenbroschur mit zahlreichen Illustrationen und Fotos 25,00 €, ISBN: 978-3-426-27503-1
Erscheinungstermin: April 2009  

Der Zukunftsreport 2035 – Nichts wird bleiben, wie es war  

Auf zwei Ebenen schildern die Autoren, was bevorsteht, wenn die Klimakatastrophe kommt: Erzählende fiktive Ebene: Szenische Episoden schildern den Kampf ums Überleben im Jahr 2035.  

Faktische Ebene: Übersichtlich aufbereitete wissenschaftliche Erkenntnisse informieren über die Ursachen und Folgen der Klimaerwärmung. Al Gore, Klaus Töpfer und andere international renommierte Experten steuern ihre Einschätzung der Lage bei.  

Aber ist die Katastrophe unabwendbar? Vom Klima-Check und einem großen Klima-Glossar bis zu hoffnungsvoll stimmenden Beispielen für neue Technologien und praktizierten Klimaschutz im Alltag zeigen Eva Goris und Claus-Peter Hutter zahlreiche Möglichkeiten auf, wie auch der Einzelne aktiv werden kann, um die Katastrophe zu verhindern.  

Eva Goris ist Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Vorher war sie über zwei Jahrzehnte Ressortleiterin Umwelt bei der “Bild am Sonntag”. Für ihr Engagement rund um die Themen Umwelt und Ernährung wurde sie mehrfach ausgezeichnet: 2004 verlieh ihr die Deutsche Gesellschaft für Ernährung den Journalistenpreis; 2006 erhielt sie den Medienpreis der Deutschen Umwelthilfe. Vor ihrer Tätigkeit für “BamS” war sie Pressesprecherin von Greenpeace Deutschland.  

Claus Peter Hutter ist Präsident von NatureLife-International und Autor zahlreicher Bücher und Publikationen zu Umwelt- und Verbraucherthemen. Er initiierte international beachtete Projekte zu Naturbewahrung und Umweltvorsorge und entwickelte verschiedene Umweltkampagnen, u. a. für den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die von ihm mitbegründete Stiftung Europäisches Naturerbe. Er leitet die Akademie für Natur- und Umweltschutz des Landes Baden-Württemberg;. Für sein internationales Engagement erhielt er u. a. die Ehrendoktorwürde der Visayas State University, Leyte (Philippinen), die Ehrensenatorwürde der Universität Hohenheim und den B.A.U.M.-Umweltpreis.  


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Atlas der Meeresfische

Wie viele tausend Fischarten es in den Weltmeeren gibt, weiß niemand ganz genau. Sicher ist, dass nur ein Bruchteil dieser Arten bisher bekannt und beschrieben ist.  

Der 2006 neu erschienene „Atlas der Meeresfische” der Meeresexperten, Unterwasserfotografen und Taucher Helmut Debelius und Rudie H. Kuiter ist schon deshalb wegweisend, weil in ihrem Werk auf 720 Seiten 6.000 Farbfotos von zum Teil sehr seltenen Meeresfischen gezeigt werden. Das Buch ist mit den abgebildeten 4.200 Arten auch das umfassendste Buch, das z.Z. im Handel ist. Gewicht: 3,3 Kilo.  

Biologisch fundiert, aber nie langweilig, wird dem Leser über jede Fischfamilie eine kurze Übersicht gegeben. Die weiteren Informationen zu den jeweiligen Arten beschränken sich, wie für ein Bestimmungsbuch üblich, auf das Wichtigste. Der wissenschaftliche Name sowie Verbreitungsgebiete, Verhalten und Maximallänge der Fische werden angegeben.  

Die inhaltliche Gliederung des Buches orientiert sich in sinnvoller Weise an der systematischen Einteilung nach den Prinzipien der Biologie.  

Helmut Debelius und Rudie H. Kuiter haben es mit diesem Buch nicht nur geschafft eine der artenreichsten Tiergruppen des Meeres in einem überschaubaren Rahmen vorzustellen, sondern es auch mit verständlichen Texten und faszinierenden Bildern zu bereichern.  

Unser Fazit: Ein heißer Tipp für alle, die sich für Fische interessieren – Meeresbiologen und Ichthyologen, Fischer und Angler, Taucher und Schnorchler.  

Rudier H Kuiter – Helmut Debelius  

Atlas der Meeresfische  

Ikan, Frankfurt, 2006  

69,90 €  

ISBN: 978-3-440-11114-7  

Art.-Nr.: 11133  


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Der Plankton-Traum

Die Erde steckt in einem dramatischen Wandel, keine Frage. Unser exzessiver Verbrauch fossiler Brennstoffe verändert die Atmosphäre und führt zur Überhitzung des Planeten. Dar­über verändert sich unser Ambiente. Das Eis der Gletscher und Pole schmilzt, südliche Tiere und Pflanzen drängen in nördliche Regionen, der Meerwasserspiegel steigt, Luft und Wasser werden wärmer – das Gesicht der Erde, so wie es rund 10 000 Jahre lang aussah, wird an­ders. Verzweifelt bemüht sich die Staatengemeinschaft, die Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Auch das schon für die gegenwärtigen Lebensverhältnisse nahezu eine Katast­rophe.  

Doch jetzt gibt es ein Buch (Axel Limberg: Das Plankton Manifest, Edition Zaunkönig, Hamburg 2007, ISBN 978-3-00-023243-5, 16,90 Euro) das sagt, fürchtet euch nicht, denn es gibt ein Mittel, euch von euren Sorgen zu erlösen. Pflanzliches Plankton, also Algen, heißt der Wunderstoff, mit dessen Hilfe, folgt man dem Buch, die drängendsten Probleme der Menschheit und der Natur beseitigt werden können.  

In einer Reihe heißer nordafrikanischer Staaten, so stellt Limberg in Aussicht, werden Meer­wasseranlagen errichtet in denen Plankton reift. In so rauen Mengen, dass mit ihrer Hilfe zuerst die Energiefrage endgültig gelöst wird. Öl, Kohle, Atomkraft und Erdgas sind dann überflüssig, weil Kraftwerke, Autos und Flugzeuge mit Planktonprodukten betrieben werden. Danach geht es an die Ernährungsfrage. Auch die ist für 6,6 Milliarden Menschen und ihre Haustiere, von denen sie leben, geregelt. Denn Plankton macht sie alle satt. Und das weltweite Trinkwasserproblem löst sich gleichsam mit auf, weil unbegrenzt Energie zur Meerwasserentsalzung zur Verfügung steht. Dazu kann Phytoplankton auch noch Wasser­stoff herstellen und damit die umweltneutralen Brennstoffzellen füttern, die einmal unsere Fahrzeuge antreiben sollen. Selbst zum Bauen und Dämmen taugt der Superstoff. Der scheinbar unheilbare Hunger- und Kummerkontinent Afrika verwandelt sich in blühende Landschaften. Atmosphäre und Gewässer werden wieder kühl und rein, Urwälder bleiben unberührt, die Überfischung der Meere hat ein Ende.  

Wenn die schwersten Sorgen von den Menschen genommen werden, dann gehen sie fried­licher miteinander um, der Kapitalismus wird sanfter, eine glücklichere Gesellschaft ent­steht. Das Paradies.  

Was für ein grandioser Traum.  

Die Informationen liefert Limberg mit: Ähnlich wie eine Landpflanze nimmt auch die Alge Sonnenlicht und Kohlendioxid auf um sich zu vermehren und Sauerstoff zu produzieren. Und zwar geht dieser Prozess rasend schnell. Die Landpflanzenmasse braucht rund 20 Jahre um sich zu verdoppeln – pflanzliches Plankton der Meere benötigt dafür nur drei bis sieben Tage. Diesen Prozess gilt es zu beschleunigen und sich nutzbar zu machen. Akribisch zeichnet Limberg nach, wer in der Vergangenheit auch schon den Traum von einer Menschheit auf Algen-Basis träumte. Wie stattdessen die Bedürfnisse einer Massengesellschaft unsere Umwelt hingerichtet haben. Er weist nach, wo schon heute Plankton-Anlagen laufen, wie große Energiekonzerne fertige Plankton-Konzepte in der Schublade haben. Es muss also nur noch der politische Wille da sein, dann geht es los in die goldige Zukunft.  

Man ist versucht mitzuträumen mit dem Autor. Sich einlassen auf die Vision von der Lösbar­keit der großen Probleme. Wenn da nicht der quasi-religiöse Zungenschlag wäre in dem Buch, die ausschließliche Gläubigkeit. Da kommt der Zweifel und die Suche nach dem Pferdefuß. Warum schreibt der Autor nur von Deutschland und Afrika? Ist das Problem in den Energie verschwendenden USA und in den Energiefresser-Staaten China und Indien mit ihrer Milliardenbevölkerung nicht viel drängender? In Amerika und Asien gibt es doch auch heiße Wüsten, in den sich hervorragend Plankton brüten ließe. Warum zäumt der Autor das Pferd nicht von dort aus auf? Und was sollen die Verschwörungstheorien, dass eine über­mächtige Lobby aus Opec und herkömmlicher Industrie sich gegen eine Plankton-Lösung stemmt? Man beendet die Vision, lässt den Autor in seinem Paradies allein und wendet sich wieder der realen Welt zu mit dem Gerangel um Klimaschutzziele, Hunger und Umwelt­katastrophen. Und einen Tag nach der Lektüre liest man diese AP-Meldung in der Zeitung: “Biosprit aus Algen. Shell will in Zukunft Biokraftstoffe aus Algen herstellen. .. Nach Angaben des Konzerns sind Algen vielversprechender als andere Pflanzen als Grundlage für Biosprit, da sie sehr schnell wachsen, reich an pflanzlichem Öl sind und im Meerwasser angebaut wer­den können. Ein Vorteil von Algen sei ihr schnelles Wachstum; sie könnten ihre Masse mehrmals am Tag verdoppeln. Nach der Ernte werde aus den Algen Pflanzenöl gewonnen.”  

Vielleicht ist es ja doch kein Traum?
Walter Karpf  


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MINOS – Marine warm-blooded animals in North and Baltic Seas

Hrsg.: Katrin Wollny-Goerke / Kai Eskildsen
Marine mammals and seabirds in front of offshore wind energy  

The MINOS project examines whether large offshore wind energy plants in the German North and Baltic Seas impair or endanger harbour porpoises, seals or seabirds. The research results should make the necessary knowledge available, in order to be able to evaluate the future offshore wind park development. In the projects MINOS and MINOS+ – running time 2002 to 2008 – were therefore above all the preferential residence areas and migration routes of the endangered animal species investigated. Beyond that, hearing and acoustic sensitivity of harbour porpoises and seals were examined.  

Deutsch:
Das MINOS-Projekt untersucht, ob große Windenergieanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee Schweinswale, Seehunde und Seevögel beeinflussen oder gefährden. Die Forschung soll nötiges Wissen bereitstellen, um die Entwicklung der zukünftigen Offshore-Windparks bewerten zu können. In den Projekten MINOS und MINOS+ (Laufzeit 2002 bis 2008) wurden daher vor allem bevorzugte Aufenthaltsgebiete und Wanderrouten der gefährdeten Arten ermittelt. Dazu wurde die Empfindlichkeit des Gehörs von Schweinswalen und Seehunden
erforscht.  

Aus dem Inhalt
Harbour porpoises; abundance estimates and seasonal distribution patterns – History of the German Baltic Sea harbour porpoise acoustic monitoring at the German Oceanographic Museum – How tolerant are harbour porpoises to underwater sound? – Determination of space and depth utilization of the Wadden Sea and adjacent offshore areas by harbour seals – Too loud to talk? Do wind turbines related sounds affect harbour seal communicaton? – Spatio-temporal patterns of inshore and offshore foraging in Great Cormorants in the southwestern Baltic Sea – Small-scale temporal variability of seabird distribution patterns in the south-eastern North Sea .  

Deutsch:  

Schweinswale: Abundanzschätzungen und saisonale Verbreitungsmuster
Historie des akustischen Schweinswalmonitoring in der Ostsee durch das Deutsche Meeresmuseum
Wie tolerant sind Schweinswale gegenüber Unterwasserlärm?
Bestimmung von Raum- und Tiefennutzung des Wattenmeeres und angrenzender Gebiete durch Seehunde
Zu laut zum Verständigen? Beeinflussen Windenergieanlagen die Kommunikation von Seehunden?
Raum-Zeit-Variabilität der Seevogelverteilung in der südöstlichen Nordsee
Raum-Zeit-Muster Nahrung suchender Kormorane in In- und Offshore-Gebieten der südwestlichen Ostsee  

Autoren  

Dieses Buch wurde im Zuge des Verbundvorhabens MINOS von einem Autorenkollektiv, das an renommierten Meeresforschungseinrichtungen tätig ist, unter Anleitung von Katrin Wollny-Goerke und Kai Eskildsen verfasst.  

Wiesbaden: Teubner Verlag
2008. 170 Seiten, Hardcopy, EUR 44,90  

ISBN 978-3-8351-0235-4  


  

culik_reportReview of Small Cetaceans

Das Buch “Review of Small Cetaceans”  ist eine relativ aktuelle (2004 erschienen) Zusammenstellung von  wissenschaftlichen Erkenntnissen über Zahnwale wie z.B.: Delfine, Schweinswale, Orcas oder Schnabelwale.  

Neben Hinweisen auf die allgemeine Biologie der Art wird insbesondere auch auf die vorhandenen Bedrohungen eingegangen. Jedes Artportrait schließt mit einem Literaturverzeichnis das weiterführende Artikel aufzeigt.  

Das Buch ist als PDF-Version in englischer Sprache kostenfrei downloadbar unter:  

http://www.cms.int/publications/culik_report.htm   

Wer kein Englisch spricht kann dem Buch dennoch hilfreiche Informationen abgewinnen. Auf Seite 338 gibt es ein deutsches Inhaltsverzeichnis, dass zu den leicht verständlichen Verbreitungskarten der verschiedenen Arten führt.  

Eine Überblick über das Buch bietet das Vorwort des Autors (auf Englisch):  

Preface – By the author
  

This report summarises the available knowledge on odontocete (the toothed whales) distribution, behaviour, migration and threats and was compiled for the Bonn secretariat of CMS.  

First of all, how is the term “migration” to be interpreted? According to the Bonn Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals, “Migratory species” means the entire population or any geographically separate part of the population of any species or lower taxon of wild animals, a significant proportion of whose members cyclically and predictably cross one or more national jurisdictional boundaries”.  

What methods were employed to compile this review?
While I compiled published information, I sent several emails via the marine mammal science (MARMAM) and the European cetacean society (ECS) list servers in order to obtain newest information from the specialists in the field. The information returned, for which I am very grateful, is cited as (pers. comm.) in the report where appropriate.  

With respect to scientific papers, I used the Aquatic Science and Fisheries Abstract (ASFA Silver Platter) from 1978 – 2002 as well as the Biological Abstracts Service from 1990 – 2002 available at the library of the Institut für Meereskunde, Kiel. Both services monitor a very wide variety of biological, aquatic and marine scientific literature and are very good sources of full abstracts of scientific papers.  

To select relevant publications, I used the coarsest possible filter, i.e. species name, and then selected “by hand” as well as via the Reference Manager software the appropriate sources from the wide variety of information presented. Where possible, I obtained the original papers in order to incorporate firsthand information in this report.  

Moreover, this review summarises information spread over a variety of media, i.e. books, scientific papers, conference abstracts and the internet. All sources are quoted individually for each species or genus.  

This consultancy is supposed to summarise available information on migratory patterns of odontocetes on a species and population level. However, in many cases we still know too little to subdivide odontocete species into reproductively isolated populations. Rice (1998) stated that:  

“Initial faith in the near-infallibility of molecular studies has now been tempered by a more sober appraisal of their strengths and weaknesses. Molecular techniques are not free of many of the difficulties that beset morphological techniques, and they have some of their own… Perhaps the most serious deficiency that has compromised the credibility of many molecular phylogenetic studies is that each higher taxon is usually represented by only one or a few of its species; such incomplete analyses frequently yield incorrect results, especially for phylogenies in which the internal, ancestral branches are short relative to the terminal branches. Another serious deficiency has been the routine use of only one or at most few specimens to represent each species, so that no cognisance is taken of individual or geographic variation. For example, in a cladogram based on the amino acid sequences of myoglobin, one specimen of Delphinus delphis formed a clade with Tursiops truncatus and Stenella frontalis, but another specimen formed a clade with Globicephala melas and Orcinus orca.” (Rice 1998)  

With respect to migratory behaviour, another word of caution came from Robin Baird (pers. comm.):  

“I know that for most species of cetaceans the information available on possible migratory patterns is pretty sparse, and what is available is often fraught with sampling biases. I’m amazed how often people conclude animals migrate because they don’t see them during the winter (when the days are short, the amount of survey effort is minimal etc.).”  

Finally, I would like to point out that the range states mentioned under the heading “Remarks” are not necessarily countries where the species has been directly sighted (these are found under “Distribution”) but those states touched by the distribution of the species as shown on the maps.  

With these limitations in mind, I hope that the reader will find this “snapshot”-review of available information useful, be it as a basis for future conservation efforts, or to outline the necessity for further research.  

I would like to thank W.F. Perrin, La Jolla, California, for proof-reading the first version of the MS, for his constructive and helpful criticism, and for sharing with me the most recent IWC literature.  

I am very grateful for any constructive comments and criticisms as well as addendums to be incorporated in the species accounts on a regular basis: Please do contact the CMS secretariat or myself!  

Kiel, December 2002  

Boris Culik 
  


 
Wale und Robben in der Ostsee

Die jüngste Ausgabe der Reihe „Meer und Museum“ ist der 23. Band des Deutschen Meeresmuseums (DMM) in Stralsund. Erst der Untertitel „Wale und Robben in der Ostsee“ weist auf den höchst attraktiven Inhalt hin. Hier ist von internationalen Fachleuten der neueste Stand der Forschung zusammengetragen und mit zahlreichen Bildern und Grafiken ergänzt worden. Übrigens, auch unser Sichtungsprogramm fehlt natürlich nicht.  

Dank der Sponsoren sind die 336 Seiten für nur 15 Euro (plus Versandkosten) beim DMM (per E-mail: karin.grueger@meeresmuseum.de oder per Fax: 03831 2650 209) zu haben.