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	<title>Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger e.V.</title>
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	<description>Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger e.V.</description>
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		<title>Aktueller Lesetipp &#8211; Der Wal von Westerholz</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 10:53:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Wal von Westerholz von Andreas Friedrich Pfander, Werner Barkemeyer und Carl Christian Kinze]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://gsm-ev.de/wp-content/uploads/2012/01/Der-Wal-von-Westerholz-neu.pdf">Der Wal von Westerholz</a> von Andreas Friedrich Pfander, Werner Barkemeyer und Carl Christian Kinze</p>
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		<title>Der junge Mann und das Meer</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 11:42:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein 67-jähriger Fischer erzählt von alten Zeiten, als Hamburg noch eine Hochseeflotte hatte und als von Überfischung noch überhaupt keine Rede war. Fische (Kabeljau) so groß, dass ein einzelner Mann sie kaum tragen konnte: der junge Willi Petersen auf Fangfahrt Foto: privat Es klingt wie &#8220;Es war einmal&#8221;, wenn der Hochseefischer Willi Petersen, 67, von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Ein 67-jähriger Fischer erzählt von alten Zeiten, als Hamburg noch eine Hochseeflotte hatte und als von Überfischung noch überhaupt keine Rede war.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><em><a href="http://gsm-ev.de/wp-content/uploads/2011/12/willy1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3133" title="willy" src="http://gsm-ev.de/wp-content/uploads/2011/12/willy1.jpg" alt="" width="459" height="306" /></a></em><em>Fische (Kabeljau) so groß, dass ein einzelner Mann sie kaum tragen konnte: der junge Willi Petersen auf Fangfahrt<br />
Foto: privat</em></p>
<p style="text-align: left;">Es klingt wie &#8220;Es war einmal&#8221;, wenn der Hochseefischer Willi Petersen, 67, von seinen großen Zeiten erzählt. Das ist zwar erst 40 bis 50 Jahre her, und doch klingen die Geschichten wie aus einem sehr fernen Jahrhundert. Einer guten alten Zeit, als Fischer noch klotzig verdienten und kaum wussten, wohin mit dem ganzen Fang. Als es Begriffe wie überfischte Meere oder aussterbende Fischarten noch nicht gab.</p>
<p style="text-align: left;">Es muss für heutige Fischer märchenhaft klingen, wenn Willi erzählt, wie sie jedes Mal knietief in edelstem Speisefisch wateten, nachdem das Netz geöffnet worden war. Als der Heilbutt noch so groß war, dass sie ihn zu viert nicht wegtragen konnten. Wie sie in Ausbeutung und Selbstausbeutung tagelang ohne Schlaf durchschufteten, weil ja erst der Fang verarbeitet werden musste. Wie sie auf der Rückfahrt flaschenweise Schnaps soffen, um sich für die Nächte auf dem Hamburger Fischmarkt warm zu trinken. Denn der war nicht wie heute bestimmt von Touristen und Fernsehkameras, die eine falsche Hafenstimmung produzieren &#8211; damals wurde dort Fisch gehandelt und die Heuer so mancher Fischer in Kneipen und auf dem Straßenstrich auf den Kopf gehauen. Bis es wieder hinausging. So war das.</p>
<p style="text-align: left;">Als Willi Petersen, der Hamburger Jung, im Jahr 1959 das erste Mal die Elbe hinunterfuhr auf der &#8220;C. P. Andersen&#8221;, da war er 15 und Decksjunge. Sie fischten in der Nordsee, vorzugsweise vor der norwegischen Küste. Später ist es weiter rausgegangen, auf der &#8220;Hans Gosch&#8221; etwa, der&#8221;Pickenpack&#8221; oder der &#8220;Hamburg&#8221;.</p>
<p style="text-align: left;">&#8220;Wenn wir einmal draußen waren vor Grönland, Spitzbergen oder in der Barentssee, dann war da so viel Fisch, dass erst nach 48 Stunden durchgehender Arbeit die ersten drei Mann schlafen durften. Für drei Stunden. Dann die nächsten drei. Wir kamen mit der Arbeit gar nicht mehr nach.&#8221;</p>
<p style="text-align: left;">Es war manchmal so kalt im Norden, dass sie mit schweren Hämmern das Eis vom Schiff abschlagen mussten, weil es sonst unmanövrierbar wurde. Sie trugen Fellmützen mit Ohrenklappen, Gummistiefel bis über die Knie und darunter Rosshaarsocken, dicke Filzhosen &#8211; der Norden war sehr hart, vor dem Klimawandel. Und wasserdichte Funktionskleidung war noch nicht erfunden.</p>
<p style="text-align: left;">Drei Wochen insgesamt waren sie auf dem Meer, davon sieben bis zehn Tage, in denen sie durcharbeiteten. Klar, sie wurden gut und ausreichend ernährt. Petersen: &#8220;Nur um eins mussten wir merkwürdigerweise immer betteln &#8211; wenn wir Fisch essen wollten.&#8221; Und so organisierten sie: Von schottischen Fischerkollegen gab es für eine Flasche Schnaps aus Bordbeständen drei bis vier Hummer. Die Köpfe vom Kabeljau waren Abfall und wurden weggeschmissen. &#8220;Doch wir haben vorher die Zungen rausgeschnitten und in Butter gebraten. Eine Delikatesse.&#8221;</p>
<p style="text-align: left;">Bei aller kulinarischen Wohllebe: Ein Reeder, der heute seinen Leuten diese Arbeitsbedingungen zumuten würde, bekäme größten Ärger. Drei Stunden lang wurde damals ein Netz geschleppt, in der Zwischenzeit musste der vorige Fisch geschlachtet werden, und Petersen, der gelernte Netzmacher, flickte das Netz des ersten Fangs auf dem Achterdeck, bevor auch dieses wieder ausgebracht wurde. &#8220;Die waren noch aus Manila geknüpft und damit dick genug, dass die Delfine sie orten konnten und nicht als ungewollter Beifang an Deck gezogen wurden.&#8221; Apropos Beifang, heute eines der Hauptprobleme in der Fischerei: &#8220;Das war damals gar nicht der Rede wert, das konnte man vernachlässigen.&#8221;</p>
<p style="text-align: left;">Sie fingen alles, was gut und teuer war. Kabeljau, Schellfisch, Rotbarsch, Seelachs. Es gab diese Arten noch in rauen Mengen. Alle Fische so groß, dass ein einzelner Mann sie kaum tragen konnte. &#8220;Wenn ich das heute sehe mit den Seezüngelchen im Laden, so was Kleines haben wir damals nicht mit nach Hause gebracht.&#8221; 13 Meter maß die Öffnung des Netzes, und wenn sie es wieder einholten, waren da beispielsweise 300 bis 400 Zentner Rotbarsch drin. Eine Illusion für heutige Fischer.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://gsm-ev.de/wp-content/uploads/2011/12/kabeljau1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3131" title="kabeljau" src="http://gsm-ev.de/wp-content/uploads/2011/12/kabeljau1.jpg" alt="" width="522" height="366" /></a><span style="font-style: italic;">Foto: privat</span></p>
<p style="text-align: left;">Wenn die rund 20-köpfige Crew wieder nach Hause fuhr, hatte sie im Bauch des 50 Meter langen Schiffes 500 und mehr Tonnen Fisch. Der Erlös wurde nach einem bestimmten Schlüssel aufgeteilt. &#8220;Wir Fischer haben richtig gut verdient, in manchen Monaten hatten wir mehr Geld als ein Bundesminister in Bonn.&#8221; Eine Illusion für die modernen Kollegen, die sich zum Beispiel darum prügeln, wer die letzten verbliebenen Thunfische aus dem Meer zieht.</p>
<p style="text-align: left;">Aber alt wurde man nicht auf diesen Gewalttouren: &#8220;Ich kann mich nicht erinnern, einen Kollegen über 50 gesehen zu haben. Die Strapazen hielt man nur als junger Mann durch.&#8221; Auch Petersen musste vorzeitig seinen Seesack schultern und von Bord gehen. Gesundheitsprobleme. Er ging vor dem Niedergang der Fischerei.</p>
<p style="text-align: left;">Zu seinen Zeiten kam es noch auf die &#8220;Nase des Kapitäns&#8221; an, wo heute elektronische &#8220;Fishfinder&#8221; jeden Hering tief im Wasser aufspüren. Und trotz aller Elektronik &#8211; heute ist oft ein Vielfaches des gewollten Fangs Beifang, der wieder über Bord geht. &#8220;Es werden zu viele Nicht-Zielarten gefangen und umgebracht und zu viele kleine Fische&#8221;, sagt zu dieser Art modernem Raubbau die Meeresbiologin Petra Deimer. &#8220;Die großen, stattlichen Fische, die zugleich genetisch wichtig sind, um gesunden und starken Nachwuchs zu bekommen, sind hoffnungslos überfischt.&#8221; Es gibt sie kaum noch.</p>
<p style="text-align: left;">Auch Petersen hat mit seiner Arbeit auf den Trawlern der 1960er-Jahre wohl schon ungewollt zur Überfischung des Nordatlantiks beigetragen. Nach seinem Abschied hat er in einer Fischfabrik in Hamburg gearbeitet. &#8220;Ich konnte sehen, wie von Jahr zu Jahr die Fische kleiner wurden, die wir verarbeitet haben. Die Meere sind leer geräumt.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://gsm-ev.de/wp-content/uploads/2011/12/willyelisa.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3132" title="willyelisa" src="http://gsm-ev.de/wp-content/uploads/2011/12/willyelisa-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><em>Willy und seine Frau Elisabeth &#8211; Foto: privat</em></p>
<p style="text-align: left;">Erst gab eine Reederei nach der anderen auf, dann schlossen auch die Fischfabriken oder zogen weg aus Hamburg. &#8220;Der lange Weg die Elbe runter, bis man schließlich in der Nordsee ist, der machte Hamburg zu einem schlechten Standort&#8221;, sagt Willi Petersen. Er selbst, traurig über den Niedergang seines Berufs, ist dann auch gegangen. Er lebt nun überwiegend in Portugal, der Heimat seiner Frau Elisabeth.</p>
<p style="text-align: left;">Walter Karpf</p>
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		<title>Weihnachtsgruß</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 19:48:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://gsm-ev.de/wp-content/uploads/2011/12/xmas2011.bmp"><img class="aligncenter size-full wp-image-3114" title="xmas2011" src="http://gsm-ev.de/wp-content/uploads/2011/12/xmas2011.bmp" alt="Weihnachtsgrüsse" width="400" height="564" /></a></p>
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		<title>Rückenwind für den Haischutz</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 12:17:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Europäische Kommission drängt auf Schließung der Schlupflöcher im Finning-Verbot Die Shark Alliance begrüßte den lang erwarteten Vorschlag der Europäischen Kommission zur Schließung der Schlupflöcher im EU-Finning-Verbot– der verschwenderischen Praxis, bei der die Flossen eines Hais abgetrennt werden und der Körper zurück ins Meer geworfen wird. Nach Angaben der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Europäische Kommission drängt auf Schließung der Schlupflöcher im Finning-Verbot</strong></p>
<p>Die Shark Alliance begrüßte den lang erwarteten Vorschlag der Europäischen Kommission zur Schließung der Schlupflöcher im EU-Finning-Verbot– der verschwenderischen Praxis, bei der die Flossen eines Hais abgetrennt werden und der Körper zurück ins Meer geworfen wird. </p>
<p>Nach Angaben der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature, IUCN) werden jedes Jahr weltweit Millionen Haie gefinnt. Die seit 2003 gültige EU-Verordnung ist zu lax, um wirksam zu verhindern, dass Finning weiterhin unentdeckt und ungeahndet praktiziert wird. Wenn der jetzt vorgelegte Vorschlag vom Europäischen Parlament und dem Ministerrat gebilligt wird, könnte sichergestellt werden, dass bei sämtlichen von EU-Fischereifahrzeugen oder in EU-Gewässern gefangenen Haien die sogenannte „Ganzkörperanlandung“  Anwendung findet. Meeresschützer und Wissenschaftler empfehlen diese Methode als den wirksamsten Weg zur Durchsetzung eines Finning-Verbots. </p>
<p>„Der Vorschlag der Kommission ist ein positiver Schritt in Richtung des lang überfälligen Schutzes der Haie“, sagt Sandrine Polti, Shark Policy Adviser der Pew Environment Group und der Shark Alliance. „Es liegt nun in der Verantwortung der Fischereiminister und der Mitglieder des Europäischen Parlaments aller 27 EU-Mitgliedsstaaten, diesem Vorschlag – der die einzig verlässliche Maßnahme beinhaltet, um das Finning an Haien zu beenden – zuzustimmen.“</p>
<p>Haiflossen sind die Hauptzutat für eine traditionelle und teure asiatische Suppe. Die EU, allen voran Spanien, gehört zu den weltweit größten Lieferanten von Haiflossen nach Asien. </p>
<p>Die Kommission schlägt vor, die in einigen Mitgliedstaaten üblichen Sondergenehmigungen, die es Fischern gestatten, Haiflossen auf See abzutrennen und Körper und Flossen getrennt voneinander anzulanden, zu unterbinden. Die meisten solcher Genehmigungen hat Spanien erteilt und praktisch seine gesamte Langleinenflotte damit ausgestattet.  Entsprechend steht zu erwarten, dass die spanische Fischerei-Industrie und die spanische  Regierung die vorgeschlagenen Verschärfungen des Finning-Verbots weiterhin an vorderster Front bekämpfen werden. </p>
<p>Im vergangenen Monat haben zehntausende besorgte Bürger in ganz Europa im Rahmen der fünften jährlichen „European Shark Week“ an die EU-Fischereiminister appelliert, für die Schließung der Schlupflöcher im Finning-Verbot einzutreten und den Verpflichtungen aus dem Hai-Aktionsplan der Europäischen Union nachzukommen. </p>
<p>Für weitere Informationen, Medieninterviews oder Bildmaterial wenden Sie sich bitte an: Sophie Hulme. Tel: +44 (0) 7973 712 869. E-Mail: sophie@communicationsinc.co.uk.</p>
<p>Die Shark Alliance ist ein Zusammenschluss von mehr als 100 Naturschutz-, Wissenschafts- und Freizeitorganisationen, der sich für die Wiederherstellung und den Schutz der Haibestände mithilfe verbesserter Schutzbestimmungen für Haie einsetzt. Gründer und Koordinator der Shark Alliance ist die Pew Environment Group, die Naturschutzabteilung der Pew Charitable Trusts, einer Nichtregierungsorganisation, die der Überfischung der Weltmeere ein Ende setzen will. Jedes Jahr im Oktober organisieren die Mitglieder der Shark Alliance in Europa eine einwöchige Veranstaltungsreihe, um Haie stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und der Forderung nach verbesserten Maßnahmen zum Haischutz Nachdruck zu verleihen. Nähere Informationen zur diesjährigen European Shark Week finden Sie unter www.europeansharkweek.org.</p>
<p>Der hohe Wert von Haiflossen, im Gegensatz zum für gewöhnlich niedrigeren Wert des Haifleisches, bildet den wirtschaftlichen Anreiz für das Finning an Haien. Die sogenannte „Ganzkörperanlandung“ ermöglicht nicht nur die wirksame Beendigung des Finnings, sondern liefert darüber hinaus auch weitaus präzisere Informationen über die gefangenen Arten. Diese Informationen sind für eine verlässliche Einschätzung und effektive Bewirtschaftung der Haibestände unentbehrlich.</p>
<p>Obwohl die aktuelle EU-Verordnung zum Finning das Abtrennen von Haiflossen auf See untersagt, ist es den EU-Mitgliedstaaten aufgrund einer Ausnahmeregelung gestattet, Fischern Sondergenehmigungen zum Abtrennen der Flossen an Bord ihrer Schiffe zu erteilen, solange der Verhältniswert von Flossen- zum Körpergewicht des jeweiligen Fangs unter 5 Prozent liegt. Der noch zulässige Verhältniswert ist damit höher und also großzügiger als vergleichbare Werte in anderen Ländern. Noch dazu ist es Fischern mit den genannten Sondergenehmigungen offiziell gestattet, Haiflossen und körper getrennt voneinander in verschiedenen Häfen anzulanden – eine Praxis, die die Durchsetzung der gültigen Richtlinien zusätzlich erschwert. Deutschland und das Vereinigte Königreich haben die Erteilung solcher Sondergenehmigungen unlängst eingestellt. Spanien und Portugal geben sie weiterhin an die Mehrzahl ihrer Fischer aus und gerade erst hat Zypern eine derartige Genehmigung erteilt. </p>
<p>Der Hai-Aktionsplan der Europäischen Kommission (KOM/2009/0040) beinhaltet unter anderem die Zusage, das Finning-Verbot der EU zu verschärfen. Anlässlich der Zustimmung dieses Plans im Jahr 2009 appellierte der Rat der EU-Fischereiminister an die Kommission, sich des Themas Finning mit besonderer Aufmerksamkeit und Dringlichkeit zu widmen.</p>
<p>Im Dezember 2010 verabschiedete das Europäische Parlament eine Resolution (Schriftliche Erklärung 0071/2010), mit der die Europäische Kommission aufgefordert wurde, einen Vorschlag für das Verbot des Abtrennens von Haiflossen an Bord von Schiffen zu unterbreiten. </p>
<p>Anfang dieses Jahres endete die dreimonatige öffentliche Konsultation der Europäischen Kommission zu den Optionen zur Überarbeitung der EU-Finning-Verordnung, darunter auch das Verbot des Abtrennens von Haiflossen auf See. Die eingegebenen Kommentare belegten die breite Unterstützung von Umweltschützern, Wissenschaftlern, Tauchern, Aquarianern und Bürgern für die Option der „Ganzkörperanlandung“.</p>
<p>Eine Verpflichtung zur „Ganzkörperanlandung“ wird von der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature, IUCN) und den Vereinten Nationen empfohlen und gilt heute schon für Haifischereien in Mittelamerika, Australien und den Vereinigten Staaten. </p>
<p>Eine unter dem Titel „Shark fins in Europe: Implications for reforming the EU finning ban“ („Haiflossen in Europa: Die Bedeutung einer Reform des EU-Finning-Verbots“) von der Haiexpertengruppe (Shark Specialist Group, SSG) der IUCN und der Europäischen Elasmobranchier-Vereinigung (European Elasmobranch Association, EEA) im Dezember 2010 veröffentlichte Studie verglich die in der EU üblichen Methoden des Haifangs, der Verarbeitung und des Handels von Haien sowie die entsprechenden EU-Richtlinien mit jenen im Rest der Welt und sprach Empfehlungen zur Verbesserung aus, darunter die Forderung nach einem ausnahmslosen Verbot des Abtrennens von Haiflossen an Bord von Schiffen. </p>
<p>Die Shark Alliance ist ein Zusammenschluss von mehr als 100 Naturschutz-, Wissenschafts- und Freizeitorganisationen, der sich für die Wiederherstellung und den Schutz der Haibestände mithilfe verbesserter Schutzbestimmungen für Haie einsetzt. Gründer und Koordinator der Shark Alliance ist die Pew Environment Group, die Naturschutzabteilung der Pew Charitable Trusts, einer Nichtregierungsorganisation, die der Überfischung der Weltmeere ein Ende setzen will. </p>
<p>Jedes Jahr im Oktober organisieren die Mitglieder der Shark Alliance in Europa eine einwöchige Veranstaltungsreihe, um Haie stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und der Forderung nach verbesserten Maßnahmen zum Haischutz Nachdruck zu verleihen. Nähere Informationen zur diesjährigen European Shark Week finden Sie unter www.europeansharkweek.org.</p>
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		<title>NABU, GSM und GRD begrüßen Ergebnisbericht der Bund-Länder Arbeitsgruppe Munitionsaltlasten im Meer</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 22:55:48 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ad-hoc Arbeitsgruppe Munitionsaltlasten im Meer folgt mit der heutigen Vorstellung ihres Ergebnisberichts Anregungen der Umweltverbände Neumünster &#8211; NABU, GRD und GSM begrüßen, dass die &#8220;Arbeitsgemeinschaft Bund-Länder Messprogramm für die Meeresumwelt&#8221; ihren Ergebnisbericht zur Situation von Munitionsaltlasten in deutschen Gewässern vorgestellt hat. Darin wird die aktuelle Situation der Altmunition in Nord- und Ostsee zusammengestellt, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ad-hoc Arbeitsgruppe Munitionsaltlasten im Meer folgt mit der heutigen Vorstellung ihres Ergebnisberichts Anregungen der Umweltverbände</p>
<p>Neumünster &#8211; NABU, GRD und GSM begrüßen, dass die &#8220;Arbeitsgemeinschaft Bund-Länder Messprogramm für die Meeresumwelt&#8221; ihren Ergebnisbericht zur Situation von Munitionsaltlasten in deutschen Gewässern vorgestellt hat. Darin wird die aktuelle Situation der Altmunition in Nord- und Ostsee zusammengestellt, die Gefahren bewertet und Maßnahmen zum Umgang mit dem Kriegserbe im Meer erörtert. Die Verbände hatten im Herbst 2007 vom Bund und den Küstenländern eine kritische Aufarbeitung der Thematik anlässlich ihres Symposiums „Neue Methoden der Munitionsbeseitigung in Nord- und Ostsee“ in Kiel eingefordert. Auch der internationale, von den Verbänden veranstaltete MIREMAR-Kongress (Minimizing Risks for the Environment in Marine Ammunition Removal in the Baltic and North Sea)  im Herbst 2010 in Neumünster befasste sich mit dem Problem der Auswirkungen von rd. 1.3 Mio Tonnen Munition vor unseren Küsten und sprach entsprechende Empfehlungen aus. </p>
<p>Durch die Aktivitäten der Verbände ist ein konstruktiver und offener Dialog mit den zuständigen Landesbehörden in Schleswig-Holstein entstanden, die eine treibende Rolle bei der Ausarbeitung des aktuellen, über 1.000 Seiten starken Lageberichts gespielt haben. Der ehemalige Leiter des Kampfmittelräumdienstes Elmer Wartmann, sowie die Mitarbeiter das inzwischen aufgelösten Amtes für Katastrophenschutz setzten sehr auf diesen Dialog.</p>
<p>Die Verbände begrüßen den transparenten Umgang im Bericht mit dem Thema Munition im Meer. Dazu gehört, dass der Bericht in Gänze im Internet veröffentlicht und für weitere Erkenntnisse offen gehalten und fortlaufend aktualisiert werden soll. So fließen auch die gegenwärtigen und zukünftigen Ergebnisse der von NABU, GRD und GSM begleiteten Versuche zur möglichst umweltfreundlichen Beseitigung von Altmunition in der Kieler Förde mit ein. Die Verbände drücken jedoch auch die Hoffnung aus, dass mit der Veröffentlichung des Berichts nicht der Endpunkt des seit 2007 gepflegten konstruktiven Dialogs erreicht ist. Durch die geänderten Zuständigkeiten in den Landesbehörden scheint sich in jüngster Zeit eine andere Kultur des Umgangs mit Naturschutzverbänden durchzusetzen. Nach Ansicht der Verbände beginnt jetzt der weitaus größte Teil der Arbeit, da der Umgang mit der Altmunition eine internationale Kooperation aller Interessensgruppen erfordert. </p>
<p>Der NABU wird das neue Standardwerk aufmerksam studieren und ggf. auf dieser Basis die Umsetzung von Maßnahmen einfordern, die einerseits die Sicherheit auf den Meeren erhöhen, andererseits durch Munitionssprengungen bedrohten Meeresbewohnern wie Schweinswalen ein Überleben sichern und die Umwelt vor der weiteren schleichenden Kontamination mit Giftstoffen schützen. </p>
<p>Pressemitteilung und weitere Informationen unter www.NABU-Meeresschutz.de</p>
<p>Rückfragen: Sven Koschinski, Tel. 04526-380808</p>
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		<title>Japan zweigt Hilfsgelder für seinen Walfang ab</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 16:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich war das Geld für den Wiederaufbau nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe gedacht. Doch nun ergeben Greenpeace-Recherchen, dass erhebliche Summen daraus für den Walfang abgezweigt werden. Tatsuya Nakaoku, Sprecher des Fischereiministeriums bestätigte, dass umgerechnet 22 Millionen Euro für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Walfang eingeplant seien. Die Regierung in Tokio hatte einen Nachtragshaushalt von 116 Milliarden Euro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich war das Geld für den Wiederaufbau nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe gedacht. Doch nun ergeben Greenpeace-Recherchen, dass erhebliche Summen daraus für den Walfang abgezweigt werden. Tatsuya Nakaoku, Sprecher des Fischereiministeriums bestätigte, dass umgerechnet 22 Millionen Euro für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Walfang eingeplant seien. Die Regierung in Tokio hatte einen Nachtragshaushalt von 116 Milliarden Euro verabschiedet. Vor allem für den Wiederaufbau der zerstörten Küstenstriche. Beispielsweise sollte damit die Lebensmittelindustrie wieder instand gesetzt werden. Sprecher Nakaoku begründet den Mittelabfluss für die Walfänger: „In der Region essen viele Menschen auch Walfleisch.“</p>
<p>Walter Karpf</p>
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		<title>Japans Walfangflotte ausgelaufen</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 22:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Japan kann es nicht lassen. Obwohl das vom Tsunami schwer getroffene Land für den unlukrativen und international geächteten Walfang tief in die Tasche greifen muss, ist seine Fangflotte wieder auf dem Weg in Richtung Antarktis. Über 900 Zwergwale stehen einmal mehr auf der Abschussliste und womöglich 50 Finnwale – und das in dem schon 1994 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Japan kann es nicht lassen. Obwohl das vom Tsunami  schwer getroffene Land  für den unlukrativen  und international geächteten Walfang tief in die Tasche greifen muss, ist seine Fangflotte wieder auf dem Weg in Richtung Antarktis. Über 900 Zwergwale stehen einmal mehr auf der Abschussliste  und womöglich 50 Finnwale – und das in dem schon 1994 durch die Internationale Walfang Kommission (IWC) etablierten Schutzgebiet „Southern Ocean“ (Südlicher Ozean) in antarktischen Gewässern.  </p>
<p>Dass Japan im vorigen Jahr seine avisierte Quote nicht voll ausschöpfen konnte, liegt allein an den Störmanövern der Organisation „Sea Shepherd“, die die Fangflotte aus den antarktischen Gewässern vertrieben hat. Die noch immer fadenscheinige Ausrede für den japanischen Walfang: Die Wale würden nicht zu kommerziellen Zwecken gejagt, sondern im Namen der Wissenschaft. Bekanntlich ist der Walfang zu kommerziellen Zwecken durch das IWC-Moratorium seit der Saison 1986/87 verboten.  Man darf davon ausgehen, dass Japan auch im kommenden Frühjahr wieder in der nördlichen Hemisphäre auf Walfang gehen wird, wie auch Norwegen – und vielleicht Island.  </p>
<p>Insgesamt wurden in der Saison 2010/2011 wieder 1526 Wale abgeschossen. Dazu kommen (nur grob zu erfassende) Beifänge aus der Fischerei und Todesfälle durch die Schifffahrt. Genannt wurden 234 Opfer; die Dunkelziffer ist mit Sicherheit viel höher. </p>
<p>Petra Deimer<br />
mehr zum Thema: <a href="http://gsm-ev.de/2011/10/11/japan-macht-weiter">Japan macht weiter</a></p>
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		<title>65 Jahre Walfang Kommission: Ein Grund zum Feiern?</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 10:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Internationale Walfang-Kommission (IWC) hat am 2. Dezember 2011 einen runden Geburtstag: Am 2. 12. 1946 wurde in Washington, USA, ihre Vorgängerin gegründet, die „International Convention for the Regulation of Whaling (ICRW). Kann man da gratulieren? Ja und nein. Immerhin wurde daraus 2 Jahre später dank Ratifizierung durch zunächst 15 Mitgliedstaaten die „International Whaling Commission“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Internationale Walfang-Kommission (IWC) hat am 2. Dezember 2011 einen runden Geburtstag: Am 2. 12. 1946 wurde in Washington, USA, ihre Vorgängerin gegründet,  die „International Convention for the Regulation of Whaling (ICRW).  Kann man da gratulieren? Ja und nein. Immerhin wurde daraus 2 Jahre später dank Ratifizierung durch zunächst 15 Mitgliedstaaten die „International Whaling Commission“  (IWC) mit heute 89 Mitgliedsstaaten, die endlich auch den Schutz der Wale im Sinn haben. 1982 konnte die IWC ein Moratorium beschließen, das Fangverbot zu kommerziellen Zwecken. Es trat erst mit der Saison 1986/7 in Kraft – mit Rücksicht auf die Industrie. Trotz vehementer Versuche der noch heute aktiven (und passiven) Walfangnationen, das Moratorium wieder abzuschaffen, besteht es noch immer. Es bedarf einer ¾ Mehrheit, um es abzuwählen.</p>
<p>Obwohl der Walfang ein altes Geschäft ist, obwohl spätestens 1925 klar wurde, dass die Walbestände zwischen Arktis und Antarktis den „Aderlass“ durch den mittlerweile „modernen Walfang“ nicht würden überleben können, waren die Fangnationen lange nicht bereit, die Ressource Wal wenigstens „nachhaltig zu nutzen“, wenn schon nicht zu schützen. Der Völkerbund hatte zwar schon 1925 und der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) 1926 die Überfischung der Walbestände zur Kenntnis genommen, man konnte sich aber dennoch nicht auf Schutzmaßnahmen einigen. Die Länder  wollten schließlich die (noch) blühende Walfang-Industrie erhalten…</p>
<p>Ein weiterer Versuch für ein internationales Abkommen (zur Regulierung des Walfangs) wurde 1930 in Berlin durch den Völkerbund vorgelegt. Ihm folgte 1931 die Unterzeichnung des Genfer Abkommens zur Regelung der Jagd auf Wale – und das blutigste aller Waljahre: In der Saison 1930/31 wurden mehr als 55 000 Großwale abgeschlachtet….darunter fast 30 000 Blauwale in der Antarktis….</p>
<p>Nach weiteren Versuchen, die Walfangindustrie nicht mit den letzten Walen abzuschießen…folgte 1934 eine weitere Konferenz und 1937 noch eine, das Londoner Walfangabkommen zur Regulierung des Walfangs….Doch der Schutzgedanke wich den Grundsätzen freien Wettbewerbs – und der Freiheit auf See….bis am 2. Dezember 1946 in Washington die ICRW gegründet wurde. </p>
<p>Man hielt viel zu lange an einer Quotenregelung nach der  „Blue Whale Unit“ (BWU) fest. Eine Blauwaleinheit  entsprach dem Ertrag eines Blauwals oder zwei Finnwalen, zweieinhalb Buckelwalen oder sechs Seiwalen…in Mengen Tran bemessen, versteht sich. Es blieb also der Walfangindustrie überlassen, welche Arten sie abschoss, welche schneller die Fässer füllten….Erst 1976 wurde die BWU abgeschafft und eine Quotenregelung nach Arten und auf wissenschaftlicher  Basis eingeführt. Da war die IWC immerhin schon 30 Jahre alt.</p>
<p>Deutschland, einst auch emsige Walfangnation, wurde 1982 Mitglied der IWC, um sich für den Schutz der Wale einzusetzen, wie schon 1981, als durch Anträge der Bundesrepublik Deutschland (dank Initiative der GSM) der internationale Handel mit Produkten von Pott-, Finn- und Seiwalen durch CITES, das Washingtoner Artenschutzübereinkommen, das den Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen kontrolliert, bzw. verbietet, verboten wurde.         <a href='http://gsm-ev.de/wp-content/uploads/2011/12/63-Geburtstag-IWC-wwwgsm-mehr-lesen-1211.pdf'><br />
<strong>mehr lesen</strong></p>
<p></a></p>
<p>Petra Deimer-Schütte</p>
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		<title>Fischbestände retten – für eine konsequente Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 18:13:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pressemitteilung des Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) In einer aktuellen Stellungnahme zur anstehenden Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) spricht sich der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) für grundlegende Reformen aus. SRU-Mitglied Prof. Dr. Manfred Niekisch warnt eindringlich: „Es ist ein echter Kurswechsel erforderlich, um ein nachhaltiges Fischereimanagement auf den Weg zu bringen.“ Die EU steht in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pressemitteilung des Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU)</p>
<p>In einer aktuellen Stellungnahme zur anstehenden Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) spricht sich der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) für grundlegende Reformen aus. SRU-Mitglied Prof. Dr. Manfred Niekisch warnt eindringlich: „Es ist ein echter Kurswechsel erforderlich, um ein nachhaltiges Fischereimanagement auf den Weg zu bringen.“ Die EU steht in der Verantwortung, den Raubbau an den Fischbeständen und der Meeresumwelt zu stoppen. Der Vorschlag, den die EU-Kommission im Juli dieses Jahres zur Reform der GFP vorgelegt hat, geht aus Sicht des SRU bereits in die richtige Richtung. Allerdings bestehe in einigen Bereichen noch erheblicher Nachbesserungsbedarf.</p>
<p>Ziel der Europäischen Fischereipolitik sollte nach Meinung des SRU sein, die Fischbestände dauerhaft auf möglichst hohem bzw. gesundem Niveau bewirtschaften zu können. Dies bedeutet, den Beständen die Möglichkeit zu geben wieder auf eine Größe zu wachsen, die eine maximale Produktivität zulässt. Damit wäre eine Abkehr von einer bisher lediglich an der Verhinderung von Bestandszusammenbrüchen orientierten Fischereipolitik verbunden. Für eine solchermaßen nachhaltige Fischereipolitik ist es unumgänglich, die Übernutzung der europäischen Fischbestände zu stoppen. Die Fangquoten sollten ausschließlich auf der Basis verbindlicher, naturwissenschaftlich begründeter Grenzen festgelegt werden. Diese müssen präzise in die Grundverordnung zur GFP aufgenommen werden. Bei der Festlegung der Fangquoten muss nach Aussage des SRU der Vorsorgegedanke zum Tragen kommen, d. h., es bedarf angesichts vieler Unsicherheiten über die Bestandsentwicklung hinreichender „Sicherheitsabstände“. Das von der EU-Kommission vorgegebene Ziel, eine Bestandsgröße anzustreben, die langfristig einen größtmöglichen Dauerertrag gewährleistet, ist generell positiv zu bewerten. Da es aufgrund von Abhängigkeiten zwischen den Fischbeständen aber unwahrscheinlich ist, dass für alle Bestände diese Größe erreichbar ist, sollte zusätzlich festgelegt werden, welche prozentuale Entnahme von der Bestandsbiomasse auf keinen Fall überschritten werden darf. </p>
<p>Neben der Überfischung ist weiterhin der hohe Beifang von Jungfischen und kommerziell uninteressanten Fischarten ein ungelöstes Problem. Ein Großteil dieser Fische wird wieder über Bord geworfen und verendet. Damit geht er dem Fischbestand und dem Ökosystem verloren. Dazu Prof. Dr. Karin Holm-Müller vom SRU: „ Beifang, der einfach ins Meer gekippt wird, unterläuft alle Bemühungen, durch Fangquoten ein nachhaltiges Fischereimanagement zu erreichen. Diese Praxis muss umgehend beendet werden.“ Deshalb begrüßt der SRU das von der EU-Kommission vorgeschlagene Rückwurfverbot. Dieses darf aber entgegen dem Kommissionsvorschlag nicht auf wichtige kommerzielle Arten begrenzt sein, sondern muss schon allein der Kontrollierbarkeit wegen alle Fischarten umfassen. Ein solches Verbot wäre ein wichtiger Anreiz für die Fischer, Maßnahmen zur Vermeidung des Beifangs zu ergreifen. Darüber hinaus ist es aus Sicht des SRU aber auch erforderlich, weitergehende Maßnahmen zum Schutz der Meeresökosysteme vor den Fischereiaktivitäten zu ergreifen. Dies betrifft sowohl technische Vorgaben für möglichst umweltschonende Fangtechniken wie auch die konsequente Implementierung von Meeresschutzgebieten. Die Ausweisung von Schutzgebieten ist dabei nötig, aber bei weitem nicht ausreichend, sie müssen auch entsprechend gemanagt werden. Zu einem wirksamen Schutz gehören nach Meinung des SRU auch Zonen in den Schutzgebieten, in denen keinerlei menschliche Aktivitäten zulässig sind. </p>
<p>Eine Grundbedingung für den Erfolg einer Reform der GFP ist der Abbau der durch Subventionen gestützten Überkapazitäten in den Fischereiflotten. Einige Länder, einschließlich Deutschland, haben ihre Flotten bereits deutlich reduziert. Andere Flotten sind hingegen immer noch weit größer als es für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände zulässig ist. Die Überkapazitäten schaffen wiederum wirtschaftlichen Druck, höhere Fischereiquoten festzulegen als ökologisch vertretbar ist, führen zu illegalen Fangaktivitäten und zum Export der Überfischungsproblematik in Nicht-EU-Staaten, beispielsweise in westafrikanische Länder. Letzteres gefährdet die Ernährung und das Einkommen der dortigen Küstenbewohner. „Um diese Probleme zu beheben, ist es deshalb erforderlich, für die einzelnen Fischereien verbindliche Kapazitätsgrenzen festzulegen“, betont Professor Niekisch. Die im Reformvorschlag der EU-Kommission festgelegten Grenzen liegen nach Meinung des SRU deutlich zu hoch, um eine wirksame Kapazitätsreduktion zu bewirken.</p>
<p>Die aktuelle Stellungnahme „Fischbestände nachhaltig bewirtschaften – Zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik“ ist auf <a href="http://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/04_Stellungnahmen/2011_11_Stellung_16_Fischbestaende.html">http://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/04_Stellungnahmen/<br />
2011_11_Stellung_16_Fischbestaende.html</a> verfügbar.</p>
<p>Der SRU berät die Bundesregierung seit 1972 in Fragen der Umweltpolitik. Die Zu­sammensetzung des Rates aus sieben Universitätsprofessorinnen und -professoren verschiedener Fachdisziplinen gewährleistet eine wissenschaftlich unabhängige und umfassende Begutachtung, sowohl aus naturwissenschaftlich-technischer als auch aus ökonomischer, rechtlicher und politikwissenschaftlicher Perspektive.</p>
<p>Der Rat besteht derzeit aus folgenden Mitgliedern:</p>
<p>Prof. Dr. Martin Faulstich (Vorsitzender), Technische Universität München</p>
<p>Prof. Dr. Heidi Foth (stellv. Vorsitzende), Universität Halle-Wittenberg</p>
<p>Prof. Dr. Christian Calliess, Freie Universität Berlin</p>
<p>Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Universität Flensburg</p>
<p>Prof. Dr. Karin Holm-Müller, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn</p>
<p>Prof. Dr. Manfred Niekisch, Goethe-Universität und Zoologischer Garten Frankfurt</p>
<p>Prof. Dr. Miranda Schreurs, Freie Universität Berlin</p>
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		<title>GSM, NABU und GRD kritisieren schleswig-holsteinische Initiative als vorschnell</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 18:55:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Initiative der Landesregierung Schleswig-Holsteins wurde auf der Herbst-Agrarministerkonferenz der Länder und des Bundes am 28. Oktober beschlossen, dass in den nach EU-Recht geschützten Natura 2000-Gebieten der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Deutschlands die Fischerei nur dann eingeschränkt werden solle, wenn diese einen erheblichen negativen Einfluss auf den Erhaltungszustand relevanter Habitate, Lebensräume und Arten hat. Die Naturschutzverbände [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf Initiative der Landesregierung Schleswig-Holsteins wurde auf der  Herbst-Agrarministerkonferenz der Länder und des Bundes am 28. Oktober  beschlossen, dass in den nach EU-Recht geschützten Natura 2000-Gebieten der  Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Deutschlands die Fischerei nur dann  eingeschränkt werden solle, wenn diese einen erheblichen negativen Einfluss auf  den Erhaltungszustand relevanter Habitate, Lebensräume und Arten hat. Die  Naturschutzverbände NABU, Gesellschaft zur Rettung der Delphine GRD und  Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere GSM kritisieren diesen Vorstoß als  ungerechtfertigten, verfrühten Freibrief für die Fischerei.<br />
</strong><br />
Nach  Auffassung der Verbände lässt sich die Nicht-Erheblichkeit von fischereilichen  Eingriffen in den Natura 2000 Gebieten der Nord- und Ostsee nach der heutigen  Datenlage kaum belegen. Es solle aber offensichtlich durch den jetzigen  Beschluss der heutige Zustand festgeschrieben werden, statt Anreize zur  Verwendung von alternativen Fischereimethoden in Schutzgebieten zu geben. In der  Ostsee verenden nach wissenschaftlichen Schätzungen jedes Jahr über 100.000  Seevögel in Fischereinetzen. Aus Totfunderhebungen bei Schweinswalen wird  deutlich, dass allein in der deutschen Ostsee jedes Jahr mindestens 70  Schweinswale als unerwünschter Beifang in Grundstellnetzen sterben.</p>
<p>Die  betroffenen Natura 2000-Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat- und  Vogelschutzrichtlinie wurden bereits 2007 von der Europäischen Kommission  anerkannt und dienen explizit dem Schutz bedrohter Arten wie Schweinswal, Stern-  und Prachttaucher oder Eisente, allesamt durch den ungewollten Beifang oder die  negative Auswirkungen der Fischerei auf ihren Lebensraum beeinträchtigt. Den  Vorschlag des von Thünen-Instituts (vTI), zum Schutz der Schweinswale Stellnetze  mit Pingern auszustatten, lehnen die drei Naturschutzverbände dabei vehement ab.  „Ein aktives Vertreiben von Schweinswalen aus den für sie eingerichteten  Schutzgebieten unter Lärmeinsatz konterkariert hier die Ziele des europäischen  Umweltrechts“, so Ingo Ludwichowski, NABU Landesgeschäftsführer in  Schleswig-Holstein.</p>
<p>Bereits heute gibt es Fischfangmethoden, die weder  Seevögel noch Schweinswale gefährden müssen. NABU, GSM und GRD haben in ihrer  Studie „<em>Strategien zur Vermeidung von Beifang von Seevögeln und  Meeressäugetieren in der Ostseefischerei</em>“ entsprechende Vorschläge  erarbeitet. In der Ostsee stellen beköderte Fischfallen, Jiggermaschinen oder  Langleinen eine umweltverträgliche Alternative zur Grundstellnetzfischerei dar.  Die Relevanz dieser Studie wird auch vom internationalen Kleinwalabkommen  ASCOBANS anerkannt.</p>
<p>Gegen die Forderung, neue wissenschaftliche  Erkenntnisse einzubeziehen, sei generell nichts einzuwenden. Jedoch müssten die  Länder dann auch entsprechende Forschungsmittel und -kapazitäten zur Verfügung  stellen, um die Situation bewerten zu können. Derzeit wird nur ein Bruchteil der  Schweinswal-Beifänge gemeldet, wie die hohe Zahl an Totfunden an  Schleswig-Holsteins Küsten vermuten lasse. Eine Zuordnung der Strandfunde mit  „Netzmarken“ zur Fischerei in oder außerhalb von Schutzgebieten sei überhaupt  nicht möglich. Auch Vogelbeifang würde von den Behörden nicht systematisch  erfasst. Unabhängige Beobachter an Bord der kleinen Kutter in der  Küstenfischerei seien nicht vorgesehen und gegen eine Kameraüberwachung gibt es  massive Vorbehalte.</p>
<p>Weiterhin fehlen Angaben zu Zeit und Häufigkeit der  fischereilichen Nutzung innerhalb wie außerhalb von FFH- und Vogelschutzgebieten  sowie Angaben zu Art und Menge der dabei verwendeten Fischereigeräte, wie  Nachfragen des NABU im Ministerium ergaben. „Ohne Daten gibt es damit kein  Problem und somit keinen Handlungsbedarf in den Fischereibehörden“, bringt Ingo  Ludwichowski diesen Missstand auf den Punkt.</p>
<p>„Aus unseren persönlichen  Erfahrungen mit einigen schleswig-holsteinischen Fischern wissen wir, dass sie  sehr bemüht sind, Beifänge von Enten und Walen zu vermeiden.“ Warum aber werden  dann Beifänge einfach über Bord geworfen, statt sie zu melden? Mit Transparenz  und gegenseitigem Vertrauen wäre es möglich, gemeinsam nachhaltige  Fischereiformen für Naturschutzgebiete weiter zu entwickeln, die dem Anspruch  von Fischern, dem Ministerium und Naturschützern gerecht  werden.</p>
<p>PDF-Download der Studie „<em>Strategien zur Vermeidung von Beifang  von Seevögeln und Meeressäugetieren in der Ostseefischerei</em>“:<br />
<a title="blocked::http://www.delphinschutz.org/dokus/hintergrundbericht_beifang.pdf" href="http://www.delphinschutz.org/dokus/hintergrundbericht_beifang.pdf">http://www.delphinschutz.org/dokus/hintergrundbericht_beifang.pdf<br title="blocked::http://www.delphinschutz.org/dokus/hintergrundbericht_beifang.pdf" /></a></p>
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